Qualitätsmanagement, Patientensicherheit und Transparenz im Gesundheitswesen sind in der heutigen Zeit häufig geäusserte Anforderungen an ein modernes Spital.
Im Ospidal beschäftigen wir uns bereits seit 1996 aktiv mit dem Thema Qualitätsmanagement, dies in enger Zusammenarbeit mit der «Schweizerischen Stiftung für die Zertifizierung der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen» (sanaCERT). Nach mehreren Akkreditierungsgesprächen konnte im Jahr 2006 die Zertifizierungsurkunde durch sanaCERT entgegengenommen werden. Im Rahmen des Zertifizierungsaudits wurden von den maximal möglichen 28 Punkten deren 27 erreicht – in sechs der sieben überprüften Standards wurde die Bestnote erzielt. Ein Spitzenresultat für unser Qualitätsmanagement! «Es herrsche allgemein ein hohes Qualitätsbewusstsein und ein weit verbreiteter Wille zur Qualitätsförderung», so die Aussage der Experten. Das Überwachungsaudit durch sanaCERT im November 2008 konnte das gute Ergebnis bestätigen. Das Ospidal hätte sich gemäss des Überprüfungszyklus der Schweizerischen Stiftung (sanaCERT) im November 2009 rezertifizieren lassen sollen. Darauf wurde jedoch bewusst verzichtet, da man auch auf Ebene des Gesundheitszentrums im Bereich der Qualitätssicherung künftig einen gemeinsamen Weg gehen möchte. Bis Ende 2012 soll das Gesundheitszentrum als gesamtes zertifiziert werden. Zur Umsetzung dieses Ziels wurde die Stabstelle „Qualitätsmanagement“ im Gesundheitszentrum eingerichtet, welche direkt der Geschäftsleitung zugeordnet ist.
Als erstes Spital der Schweiz unterzog sich das Regionalspital Unterengadin 2005 im Bereich der Patienten- und Behandlungssicherheit freiwillig einer umfangreichen externen Überprüfung durch die «Gesellschaft für Risikoberatung». Hierbei gelangen weitere Optimierungen im Bereich des Risikomanagements und gleichzeitig wurde bestätigt, dass am Regionalspital Unterengadin die Patienten- und Behandlungssicherheit auf einem sehr hohen Niveau steht. So beteiligte sich das Ospidal auch am schweizweiten Pilotprojekt CIRRNET (Critical Incident Reporting and Reacting Network) der «Stiftung für Patientensicherheit». Aktuell arbeitet das Ospidal mit zwei anderen Spitälern der Schweiz und der „Stiftung Patientensicherheit“ im Rahmen einer Pilotstudie an der Einführung einer Broschüre für Patienten mit dem Titel: „Fehler vermeiden – Helfen Sie mit“. Darin bekommen Patienten Informationen und Ratschläge, wie Sie selber zur Verbesserung der Patientensicherheit im Spital beitragen können. Am Ende des Spitalaufenthaltes erhalten die Patienten einen Fragebogen, der dann anonym durch die Stiftung Patientensicherheit ausgewertet wird.
All diese Bemühungen führten im Jahr 2009 zu einer ausführlichen Berichterstattung zum Thema Patientensicherheit in der renommierten Zeitschrift GEO, welche unser Ospidal als “Musterklinik im Engadin“ bezeichnet.
Der Spitalleitung liegt im Sinne der Transparenz daran, seine Qualitätsbemühungen auch den Patientinnen und Patienten sowie der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen. Es verwundert daher nicht, dass das Ospidal als erstes Spital der Schweiz den ungekürzten Qualitätsbericht sowie einen Bericht zum Risikomangagement auf der Homepage www.cseb.ch publiziert hat.
Wir bleiben für Sie oder Ihre Angehörigen auch künftig in diesen Bereichen aktiv – für noch mehr Qualität und Sicherheit am Regionalspital Unterengadin.